Théziers

Das auf einer Anhöhe zwischen dem Rhônetal und dem unteren Flusslauf des Gardon gelegene Dorf Théziers wird von der robusten Silhouette seiner Kirche überragt. In der Römerzeit war das Dorf eine befestigte Hochburg und hieß TEDUSIA. Sein Name kommt aus dem Griechischen: THEDIS = Bau. Am Fuß des Castelas (ehemalige Befestigung), unweit der Straße von Aramon nach Remoulins, dem Handelsweg hin zur Rhône und von da an weiter auf dem Wasserweg (Hafen von Aramon), wurde nach dem 1. Jahrhundert noch ein anderes, heute verschwundenes Dorf, VOLPOLLIERES, gegründet. An dieser Straße wurde die Kapelle Saint Amant (12. Jh.) erbaut. In diesem hübschen Bauerndorf widmete man sich bis 1918 der Seidenraupenzucht und der Kultivierung der Färberröte. Der Anbau von Obst, Weinreben und Oliven ist heute der wichtigste Wirtschaftszweig. Die Ziegelindustrie, die hier seit der Antike angesiedelt war, wurde 1975 zu Gunsten von Fournès eingestellt.

 

Sehenswert:

 

- Die Gassen um die Kirche herum und einige schöne Häuser

- Blick vom Parkplatz auf die Kirche

- Besichtigung der sehr schönen und interessanten Kirche Grégoire (Beginn des 12. bis 19. Jh.), die aus 3 Kirchen besteht, wovon 2 übereinander liegen

 

 

Nicht zu versäumen:

 

- Kapelle Saint Amant (12. Jh.), war Besitz der Abtei St Victor in Marseille

- Jährliche Messe für den Schutzheiligen am 4. November

- Blick auf die Ruinen des Castelas auf der Anhöhe am Ausgang von Théziers nach Fournès

- Wanderweg GR2, der nach Montfrin und Comps oder Domazan, Saze und Rochefort du Gard führt